Ein Mitarbeiter in Linde-Kleidung steckt das Ladekabel einer Ladesäule in den Ladeanschluss eines E-Lkw.

E-Lkw und E-Transporter für die Linde MH-Werksflotte

Die volle Ladung Energie

Laden ist das neue Tanken: Seit Anfang 2026 gilt dieses Motto nicht nur für die zahlreichen E-Stapler, die an den Linde-MH-Standorten in und um Aschaffenburg die intralogistischen Prozesse stemmen; mit zwei Elektro-Lkw und zehn Elektro-Transportern weitet das Unternehmen die klimaschonende E-Mobilität sukzessive aus. Erste Bilanz: durchweg überzeugend – nicht nur aufgrund der zu erwartenden CO2-Einsparung von rund 180 Tonnen pro Jahr.

Batterieelektrische Fahrzeuge, die Lasten von A nach B bewegen? Wie effizient und zuverlässig dieses Konzept funktioniert, beweisen elektrische Flurförderzeuge Tag für Tag in unzähligen Branchen rund um den Globus. Wohlgemerkt seit Jahrzehnten. Bereits 1971 präsentierte Linde MH auf der Deutschen Industriemesse sein erstes Elektrostapler-Modell. Blickt man jedoch über die Werkstore vieler Unternehmen hinaus, zeichnet sich vielerorts noch ein anderes Bild: Elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge wie E-Lkw oder E-Transporter sind in unseren Breitengraden noch alles andere als Standard. Laut ACEA (European Automobile Manufacturers‘ Association) lag zum Beispiel in Deutschland der Marktanteil von schweren E-Lkw ab 16 Tonnen im ersten Halbjahr 2026 noch bei 4,3 Prozent.

Klare Richtung bei Linde MH: stromaufwärts

Trotz der relativ überschaubaren Zahlen: Das Potenzial zur CO2-Reduktion ist im kilometer- und lastintensiven Nutzfahrzeugsegment enorm.

„Es kommt darauf an, jetzt die richtigen, zum Stand der Entwicklung passenden Use Cases zu finden“, sagt Franz Huber, Projektmanager Energy Solutions bei Linde MH. „Gerade die jüngsten Fortschritte in Sachen Reichweite und Nutzlast gaben für uns den endgültigen Ausschlag, mit der Elektrifizierung unseres Werksverkehrs zu starten.“

Zwei elektrische 42-Tonner, zehn elektrische 3,5-Tonner

Seit Anfang 2026 sind diese zwölf Elektro-Kraftpakete für die Werkslogistik von Linde MH im Einsatz. Die beiden vollelektrischen Sattelzugmaschinen pendeln dabei täglich zwischen dem Linde-Headquarter Aschaffenburg und der 36 Kilometer entfernten Gießerei in Weilbach, wo die tonnenschweren Gegengewichte der Stapler gegossen werden. Dank ihrer 600-kWh-Batterien können die Lkw rund 500 Kilometer mit einer Batterieladung abspulen.

Franz Huber: „Für den Pendelverkehr ist das wie gemacht. Während der Beladung in Weilbach lassen sich die Lkw bei Bedarf an einem mobilen 75-kW-Lader zwischenladen. Das Vollladen erfolgt dann hier in Aschaffenburg über Nacht an 200-kW-Ladepunkten.“ Die zehn kleineren Geschwister der Sattelschlepper wiederum werden für ganz unterschiedliche Transportaufgaben eingesetzt: „Das geht von der Versorgung der Kantinen über Servicefahrten bis hin zu internen Transporten zwischen unserem Headquarter, dem Werk 2 in Nilkheim, dem Regional Distribution Center in Kahl am Main sowie der Gießerei in Weilbach“, erläutert der Linde MH-Experte.

Wie läuft es mit den E-Lkw und E-Nfz in der Praxis?

Nach rund neun Monaten Einsatz fällt das Fazit zu dem Elektrifizierungsprojekt denkbar positiv aus – und bestätigt damit auch die Ergebnisse der im Vorfeld durchgeführten Machbarkeitsstudie. „Ein klar definierter Use Case mit festen Standzeiten und klarem Fahrprofil: Nach unseren bisherigen Erfahrungen eignen sich die E-Lkw und E-Transporter perfekt für dieses Setting – in mehrfacher Hinsicht“, resümiert Franz Huber zufrieden.

Die Rechnung geht auf – so kann es weitergehen

Zum einen gelte das laut Huber mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit: Schließlich verursachen die Elektro-Nutzfahrzeuge wesentlich weniger Energie- und Wartungskosten als ihre Verbrennerpendants, die sie in der Linde MH-Werksflotte nun ersetzen. „Außerdem sind die 42-Tonner noch auf absehbare Zeit von der Lkw-Maut ausgenommen“, erklärt der Linde MH-Experte.

Neben der vorteilhaften Kosten-Nutzen-Rechnung könne zum anderen die Emissionsbilanz überzeugen: „Pro Jahr rechnen wir für die zwölf Elektro-Nutzfahrzeuge mit etwa 180 Tonnen CO2-Einsparpotenzial“, führt Huber aus. Abgerundet werde die gute Bilanz vom Feedback des Fahrpersonals. „Die Leute schätzen vor allem den leisen Betrieb, das direkte Drehmoment und den hohen Fahrkomfort der E-Fahrzeuge.“ So wundert es kaum, dass man bei Linde MH bereits weitere Schritte in Richtung Elektrifizierung plant: „Die zwölf neuen Nutzfahrzeuge sind erst der Anfang. Wir treiben das Thema konsequent voran und bauen auch die Ladeinfrastruktur auf unserem Werksgelände sukzessive aus“, blickt Huber in die Zukunft.

Veröffentlicht am 23.09.2026

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